Fieber

Unter Fieber versteht man eine Erhöhung der Körpertemperatur über 38°C. Als hohes Fieber gelten Temperaturen über 39°C, sehr hohes Fieber beginnt bei 39,5°C. Gemessen wird die Temperatur am genauesten im Enddarm mit einem digitalen Fieberthermometer. Andere, weniger genaue Messstellen sind z.B. im Mund unter der Zunge und im Gehörgang (dazu benötigt man ein spezielles Ohrthermometer).

Das Regulationszentrum für die Körpertemperatur befindet sich in einer Region im Gehirn, dem sogenannten Hypothalamus. Ähnlich wie bei einem Thermostat ist dort ein Sollwert eingestellt, der der normalen Körpertemperatur entspricht. Steigt der Sollwert an, kommt es zu Fieber. Verantwortlich dafür sind fieberauslösende Stoffe, sog. Pyrogene, die von Abwehrzellen des Körpers produziert werden. Fieber kann dazu beitragen, dass die natürlichen Abwehrprozesse des Körpers beschleunigt und Viren und Bakterien bekämpft werden. Die erhöhte Körpertemperatur beschleunigt außerdem die Stoffwechselvorgänge.

Es kann deshalb sinnvoll sein, Fieber nicht immer direkt mit Medikamenten zu bekämpfen. Weil der Körper durch das Fieber vermehrt Flüssigkeit verliert, ist es wichtig, genügend zu trinken, am besten Wasser oder ungesüßten Tee. Außerdem ist es wichtig, dass der Körper die Wärme über die Haut abgeben kann. Deshalb ist es wichtig, dass man nur leichte Kleidung trägt und sich auch nur mit einer dünnen Decke zudeckt. Zudem ist Ruhe sinnvoll, aber strenge Bettruhe nicht unbedingt erforderlich.

Ein einfaches Hausmittel zur Fiebersenkung sind Wadenwickel. Dazu wickelt man feuchte, handwarme Tücher um die warmen Unterschenkel und belässt sie etwa 15 Minuten. Sollten die Beine kalt sein, darf man keine Wadenwickel anlegen. Stattdessen kann man die Wickel dann um den warmen Bauch wickeln bzw. kühle Tücher auf die Stirn legen.

Das Spektrum der Fieberursachen reicht von harmlosen, selbst abheilenden Virusinfektionen über mit Antibiotika zu behandelnde bakterielle Infektionen bis hin zu schweren Erkrankungen, die eine schnelle ärztliche Behandlung erfordern.

Einen Arzt aufsuchen sollten Sie, wenn

  • das Fieber sehr hoch ist oder länger als 3 Tage andauert,
  • von ernsten Begleitsymptomen wie Kopfschmerzen, Erbrechen, Bauchschmerzen, schlechtem Allgemeinzustand, Schmerzen beim Wasserlassen oder Krampfanfällen begleitet wird.